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10. Juni 2017
Wichtiges Urteil des BFH zur Verrechnung von Verlusten bei Kapitalerträgen

Der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) hat ent­schie­den, dass Anle­ger Ver­lus­te aus Kapi­tal­ver­mö­gen mit Ein­künf­ten aus sel­bi­gen ver­rech­nen kön­nen. Das Urteil wider­spricht damit der Pra­xis der Finanzverwaltung.

Die Finanz­ver­wal­tun­gen haben bis­lang Ver­lus­te aus Kapi­tal­ver­mö­gen, die dem Abgel­tungs­steu­er­satz unter­lie­gen, mit Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen, die dem pro­gres­si­ven Ein­kom­men­steu­er­ta­rif unter­lie­gen, nicht verrechnet.

Hat man zum Bei­spiel Ein­künf­te aus Kapi­tal­ver­mö­gen, die der tarif­li­chen Ein­kom­men­steu­er unter­lie­gen (Zin­sen aus einem pri­va­ten Kre­dit zwi­schen nahe­ste­hen­den Per­so­nen) von 100.000 Euro. Fer­ner besteht ein nicht aus­ge­gli­che­ner Ver­lust bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen, die der Abgel­tungs­teu­er unter­lie­gen, ohne Ver­lus­te aus der Ver­äu­ße­rung von Akti­en von ‑20.000 Euro.

Nach Antrag auf Güns­ti­ger­prü­fung beträgt der per­sön­li­che Steu­er­satz (Spit­zen­steu­er­satz in Höhe von 45 Pro­zent zuzüg­lich Soli­da­ri­täts­zu­schlag exklu­si­ve Kir­chen­steu­er): 47,475 Pro­zent. Die Steu­er­zah­lung umfasst nach Ver­wal­tungs­auf­fas­sung 47.475 Euro, nach BFH-Recht­spre­chung 37.980 Euro. Somit ein kla­rer Mehr­wert von 9.495 EUR auf­grund des BFH Urteils.

Emp­feh­lung:
Spre­chen Sie mit Ihrem Steu­er­be­ra­ter. Über­steigt der per­sön­li­che Ein­kom­men­steu­er­satz zuzüg­lich Soli­da­ri­täts­zu­schlag 26,375 Pro­zent, soll­te im All­ge­mei­nen bei Vor­lie­gen nega­ti­ver Kapi­tal­ein­künf­te, die der Abgel­tungs­teu­er unter­lie­gen, und posi­ti­ver Ein­künf­te aus regel­be­steu­er­tem Kapi­tal­ver­mö­gen ein Antrag auf Güns­ti­ger­prü­fung gestellt werden.

Haben Sie noch Fra­gen” Ger­ne neh­me ich mir Zeit für Sie.