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24. Juni 2020
Bessere Rendite erzielen kleinere Vermögensverwalter gemäss einer Studie

Aus einer Stu­die des Insti­tuts für Ver­mö­gens­ver­wal­tung (InVV) und der tech­ni­schen Hoch­schu­le Aschaf­fen­burg geht her­vor dass klei­ne Ver­mö­gens­ver­wal­ter (< 50 EUR Mil­lio­nen Ver­mö­gen ver­wal­ten) in drei aus fünf Jah­ren, seit 2014, eine bes­se­re Per­for­mance erziel­ten, als Ver­mö­gens­ver­wal­ter die ein deut­lich grö­ße­res Ver­mö­gen ver­wal­ten.

Das zeigt dem Anle­ger, dass gro­ße Ver­mö­gens­ver­wal­ter (z.Bsp. Deut­sche Bank, Flos­bach von Storch etc.) nicht unbe­dingt auch eine bes­se­re Per­for­mance für den Anle­ger erzie­len.

Die Unter­neh­men mit weni­ger als EUR 50 Mil­lio­nen ver­wal­te­ten Ver­mö­gen erwirt­schaf­te­ten in 2014, 2015 und 2017 nach Abzug aller Kos­ten eine jähr­li­che Ren­di­te von 5,2% bis 5,8%. Damit lagen sie bis zu 0,8% vor Fir­men mit mehr als €150 Mil­lio­nen ver­wal­te­ten Kun­den­gel­dern.

Im Jahr 2018 haben die kleins­ten Ver­mö­gens­ver­wal­ter das Jahr mit einem Ver­lust von 4,1% abge­schlos­sen und reih­ten sich damit zwi­schen den bei­den grö­ße­ren Kate­go­rien ein. Die Unter­neh­men die mehr als EUR 150 Mil­lio­nen ver­wal­ten, schnit­ten ver­gan­ge­nes Jahr am schlech­tes­ten ab.

„Die Per­for­mance einer Ver­mö­gens­ver­wal­tung hängt nicht von der Anzahl der Ana­lys­ten oder der Grö­ße des Unter­neh­mens ab.“ Klei­ne­re Ver­mö­gens­ver­wal­tun­gen sei­en durch­aus kon­kur­renz­fä­hig und aus Sicht der Kun­den attrak­tiv, sagt Hart­wig Weber­sin­ke, Lei­ter des InVV und Dekan für Wirt­schaft und Recht an der Hoch­schu­le Aschaf­fen­burg.

An der Umfra­ge nah­men 154 der schät­zungs­wei­se 400 unab­hän­gi­gen Ver­mö­gens­ver­wal­ter in Deutsch­land teil. Ins­ge­samt ver­wal­ten die befrag­ten Fir­men zusam­men ein Ver­mö­gen von rund EUR 100 Mil­li­ar­den. Das InVV hat die Umfra­ge zum sechs­ten Mal unter Unter­neh­men mit 32er-Lizenz der BaFin durch­ge­führt.